Neuigkeiten
John Nash zu Besuch in Berlin
Der heute 81-jährige Spieltheoretiker John Nash besuchte letzte Woche die Telekom-Laboratories an der Technischen Universität Berlin.

Dabei hielt er einen Vortrag, bei dem das Auditorium bis zum letzten Platz gefüllt war. Den meisten Besuchern ging es aber weniger um die Formeln zur Spieltheorie als um John Nash. Dieser gilt seit den fünfziger Jahren als mathematisches Genie. Etwa seit dieser Zeit litt er auch an paranoider Schizophrenie, verbrachte mehrere Jahre in Kliniken und publizierte nichts mehr. 1994 wurde ihm für seine grundlegenden Arbeiten zur Spieltheorie, gemeinsam mit Reinhard Selten und John Harsanyi, der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften verliehen. Sein Leben wurde unter dem Titel „A Beautiful Mind“ vor neun Jahren verfilmt und damit einem großen Publikum bekannt.
Anwendung finden seine Formeln unter anderem bei der Fragestellung, ob es bei Geschäftsverhandlungen mit mehreren Teilnehmern, die unterschiedliche Ziele verfolgen und nicht wissen, wie groß die Kompromissbereitschaft des jeweils anderen ist, zu einen einträglichen Geschäft kommt.
Weitere Informationen zu John Nash finden Sie unter Tagesspiegel.de. Dort finden Sie auch ein Interview mit John Nash.
jb

