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Tagung zu mathematischen Vor- und Brückenkursen großer Erfolg
„Mathematische Vor- und Brückenkurse: Konzepte und Perspektiven“ – so lautete der Titel einer Arbeitstagung vom 3.11.-5.11.2011, zu der das „Kompetenzzentrum Hochschuldidaktik Mathematik“ (khdm) und das Projekt „Virtuelles Eingangstutorium Mathematik“ (VEMA) im Gießhaus der Universität Kassel 120 Teilnehmer aus Deutschland, Österreich und Frankreich begrüßen konnten.
Die Arbeitstagung hatte das Ziel, die an den meisten Hochschulen etablierten mathematischen Vor- und Brückenkurse mit ihren Inhalten, Gestaltungskonzepten und den spezifischen Erfahrungen bei der Durchführung wechselseitig bekannt zu machen. Diese wurden durch Impulsreferate, Vorträge und Posterpräsentationen systematisch diskutiert.

Foto: Markus Kämmerer
Inhaltliche Schwerpunkte der Tagung waren:
• Ziele, Inhalte und Adressaten von mathematischen Vor- und Brückenkursen,
• Kursszenarien und Lehr-Lernkonzepte, inklusive der Rolle von eLearning Elementen,
• Assessment und Diagnostik vor/in/nach einem Vorkurs,
• Unterstützungsmaßnahmen in der Studieneingangsphase,
• Zukunft/Perspektiven von mathematischen Vorkursen.
Mathematische Vor- und Brückenkurse gibt es mittlerweile für alle Typen von Hochschulen und Studiengängen. Dabei verfolgen diese Kurse durchaus unterschiedliche Ziele vom Wiederholen elementarer mathematischer Grundlagen aus der Schule über das Schließen von Lücken zwischen dem mathematischen Schulstoff und den Anforderungen der Erstsemesterveranstaltungen an den Hochschulen bis zur Einführung in Methoden, Inhalte und Kultur der universitären Mathematik. Einige Vorkurse zielen weniger auf mathematische Inhalte und dafür mehr auf Arbeits- und Lerntechniken oder eine Erhöhung der Reflektionsfähigkeit in Bezug auf das eigene Mathematiklernen.
VEMA, ein Projekt, das in den zurückliegenden Jahren von Wissenschaftlern der Universitäten Darmstadt, Kassel und Paderborn getragen wurde, bemüht sich insbesondere um die Entwicklung eines interaktiven und multimedialen Lernmaterials für den Einsatz in mathematischen Brückenkursen, um den Übergang von der Schule zur Hochschule zu erleichtern. Ziel der bereits verfügbaren 54 Module in Deutsch und Englisch ist neben der Beseitigung fachlicher Defizite der Studienanfängerinnen und Studienanfänger die Unterstützung des selbständigen Lernens im Kurs sowie die Vorbereitung der Teilnehmenden bezüglich notwendiger Lernstrategien im Studium. Im Abschlussplenum wurde eine Fortsetzung der sich anbahnenden Kooperationen zwischen verschiedenen Hochschulen diskutiert und das Eintreten in einen konstruktiven Dialog mit Vertretern der Schulen auf die Agenda einer Folgekonferenz gesetzt.
Das khdm ist eine gemeinsame wissenschaftliche Einrichtung der Universitäten Kassel, Paderborn und in Kürze auch Lüneburg. Es wird aus Mitteln der Stiftung Mercator und der VolkswagenStiftung im Rahmen der Initiative „Bologna - Zukunft der Lehre“ für zunächst drei Jahre gefördert. Es verfolgt das Ziel, wissenschaftliche Grundlagen einer fachbezogenen Hochschuldidaktik in mathematikhaltigen Studiengängen zu entwickeln, Lehrinnovationen zu implementieren und wissenschaftlich zu evaluieren sowie die Hochschuldidaktik Mathematik in Deutschland nachhaltig und international vernetzt zu verankern.
Weiteres erfahren Sie auf der Website der Arbeitstagung
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