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Interview mit Wolfgang Schall

Studiendirektor Wolfgang Schall hat nach abgeschlossener Lehre als Vermessungstechniker und dem Besuch des Speyer-Kollegs an der TU-Berlin Mathematik und Physik für das Amt des Studienrats studiert. Seit 2003 ist er Fachbereichsleiter für das Fach Mathematik am Oberstufenzentrum für Bürowirtschaft und Verwaltung in Berlin Steglitz-Zehlendorf.

Herr Schall, Sie sind Mathematiklehrer am Gymnasium. Wie sind Sie zum Fach Mathematik gekommen? Was hat Sie daran begeistert?
Zur Mathematik gekommen bin ich über den Mathematikunterricht in der Schule. Mit nicht allzu großem Aufwand konnte ich in der Schule bessere Resultate erzielen als die meisten meiner Mitschüler. Im Fremdsprachenunterricht war das beispielsweise nicht der Fall. Gut in Erinnerung blieben mir der Unterricht aus der Sekundarstufe I zum Thema flächeninhaltsgleiche Umwandlung von Dreiecken und Vierecken und aus der Sekundarstufe II das Lösen geometrischer Probleme mit Hilfe der Vektorrechnung, sowie die Beschreibung und Lösung physikalischer Probleme mit Hilfe der Mathematik.

Wollten Sie von Anfang an Mathematik studieren und dies mit dem Ziel Lehrer zu werden?
Zunächst hatte ich mich für Politologie und Mathematik eingeschrieben, da ich dachte, dass ich von Politik oder wenigstens von Tagespolitik mehr verstehe als von Mathematik und Physik. Letztlich habe ich mich aus Neugier dazu entschlossen, Mathematik und Physik für das höhere Lehramt zu studieren. Die ökonomischen Zwänge, möglichst schnell zu studieren, waren aus meiner Sicht in den 70er Jahren noch nicht so ausgeprägt wie heute.
Eine Alternative zum Studium der Politologie oder Mathematik für das höhere Lehramt war noch der Studiengang Geodäsie. Ich hatte beim Vermessungs- und Katasteramt Vermessungstechniker gelernt. Die beruflichen Aussichten als Geodät schienen mir aber damals im Inland etwas eingeschränkt zu sein.

Was war die Motivation, den Beruf Lehrer zu wählen?
Meine Erfahrungen als Stundenlehrer an einer Privatschule und später als Tutor an der Universität bestärkten mich in meinem Glauben, jungen Menschen beim Lernen mathematisch-physikalischer Inhalte helfen zu können.

Inwiefern unterscheidet sich Ihrer Meinung nach das Studium der Mathematik in Ihrer Zeit als Student von der heutigen?
Ich vermute, nur wenige Studenten können sich heute dem Druck entziehen, in möglichst kurzer Zeit ein gutes bis sehr gutes Examen ablegen zu müssen. Anfang der 70er Jahre war dieser Leistungsdruck nicht so ausgeprägt. Auch die gegenwärtigen Leistungsüberprüfungen am Ende der Semester gab es früher nicht, im Lehramtsstudium gab es nicht einmal eine verpflichtende Zwischenprüfung. Und natürlich erinnere ich mich an die heftigen und zum Teil handgreiflichen Diskussionen um Reformen innerhalb und außerhalb der Universitäten. Dass diese Auseinandersetzungen auch den Studienablauf vieler Student(innen) prägten, liegt auf der Hand.
Ob die Umstellung auf Bachelor- und Masterstudiengänge wirklich notwendig war, können andere sicher besser beurteilen. Verbessert hat sich, dass Reisen einfacher geworden ist und mit Hilfe von PC und Internet sich Informationen heute viel leichter und schneller austauschen lassen. Im Bereich der Visualisierung mathematischer Modelle hat der Mathematikstudent heute natürlich andere Möglichkeiten als früher.

Wie sind die Erfahrungen als Lehrer im "Hass-" und "Angstfach" Mathematik?
Ich glaube es gibt nur wenige Schüler, die das Fach Mathematik hassen oder mit Angst den Mathematikunterricht erleben. Die meisten, denen Mathematik keine Freude bereitet, sind einfach nur demotiviert und langweilen sich über weite Strecken des Unterrichts. Sie hassen ja nicht die "Binomischen Formeln" oder den "Satz des Pythagoras", sondern die Situation, in der sie danach gefragt werden und zugeben müssen, es nicht zu wissen. Viele fühlen sich dann als dumm oder faul bloßgestellt. Als faul zu gelten, wird dann oft noch als das geringere Übel angesehen.
Schüler mit einem geringen Selbstwertgefühl und wenig Mathematikkentnissen werden im Mathematikunterricht sicherlich eher Hass- oder Angstgefühle entwickeln, als Schüler mit einem gesunden Selbstbewusstsein und fundierten Grundkenntnissen in Mathemtik, wobei man heute besser von mathematischen Kompetenzen spricht. Insofern gehört es zu den Aufgaben eines Mathematiklehrers, Angst- und Hassgefühle bei den Schülern abzubauen beziehungsweise erst gar nicht aufkommen zu lassen. Die meisten, denen Mathematik keine Freude bereitet, sind einfach nur demotiviert und langweilen sich über weite Strecken des Unterrichts.

Welche Möglichkeiten gibt es für Lehrer an dieser Stelle?
Um auch im Unterricht keine Langeweile aufkommen zu lassen, muss man immer wieder versuchen, das Interesse an mathematischen Problemen und deren Lösungsstrategien zu wecken. Dabei sollte man die unterschiedlichen mathematischen Methoden zugänglich machen, mit denen Schüler Sachverhalte aus ihrem Lebensumfeld beschreiben und Zusammenhänge zwischen unterschiedlichen Wahrnehmungsbereichen herstellen können. Literatur und Fortbildungsangebote gibt es genug zu diesem Thema. Leider fehlt den Kolleginnen und Kollegen oft die Zeit, um sich intensiver fortzubilden. Zu den Schwierigkeiten des Mathematikunterrichts gehört es, dass Schüler auf Leistungsbewertungen sehr unterschiedlich reagieren: Die einen spornt eine schlechte Note an, die anderen lassen sich total entmutigen und nicht selten entsteht eine Trotzreaktion, die zu einer totalen Arbeitsverweigerung in diesem Fach führt. Auf welche Schüler man einen sanften Druck ausüben muss und wen man behutsam Schritt für Schritt an seinen Leistungsbereich heranführen muss, ist nicht immer leicht zu erkennen. Hinzu kommt, dass man letztlich die Schülerleistungen gerecht bewerten muss und keinen Schüler benachteiligen darf.

Warum hat Mathematik bei einem Großteil der Bevölkerung einen Stellenwert, der es als "cool" ansieht, in der Schule in Mathamtik schlecht gewesen zu sein?
Das ist bei vielen nur eine Strategie, um in einer Konversation nicht ein Gefühl der Unterlegenheit aufkommen zu lassen. Für viele scheint es einfacher zu sein sich einzureden: Was ich kann und weiß ist wichtig, was ich nicht kann und nicht weiß ist unwichtig.

Fühlen Sie eine gewisse Erfüllung in Ihrem Beruf als Mathematiklehrer?
Natürlich gibt es im Schulalltag immer wieder Momente, die einen alles vergessen lassen, worüber man sich zuvor geärgert hat. Das ist vermutlich wie in anderen Berufen auch.

In welcher Art hat sich der Mathematikunterricht seit dem Beginn Ihrer Zeit als Lehrer verändert?
Zunächst einmal haben sich die Arbeitsbedingungen im Berliner Schulwesen, wie in anderen Berufsfeldern auch, verschlechtert: Arbeitszeitverlängerung, Kürzung der Lehr- und Lernmittel, massive Einflussnahme von außen, von Personen, die die Schule oft nur unter einem sehr eingeschränkten Blickwinkel betrachten.
Was den Mathematikunterricht betrifft, so ist man seit ein paar Jahren wieder bestrebt, die Selbständigkeit der Schüler durch geeignete Lernarrangements stärker zu fördern - weg vom Frontalunterricht. Ob letztlich ein wirklicher Richtungswechsel stattfindet, hängt auch von der zukünftigen Lehreraus- und -fortbildung ab und auch von den Umständen,unter denen unterrichtet werden muss. Ich glaube mit zu kleinen Unterrichtsräumen und zu großen Klassenfrequenzen wird man die angestrebten Änderungen im Unterrichten nicht nachhaltig durchsetzen können. Man darf nicht vergessen, dass schon um 1900 Lehrpläne aufgestellt wurden, deren Kernthesen über den Unterricht auch heute noch Gültigkeit besitzen.
Zu den Veränderungen im Mathematikunterricht gehört sicherlich auch das Bemühen der Kolleginnen und Kollegen und der Schulbuchverlage, Übungs- und Prüfungsaufgaben verstärkt in einem sachlichen Kontext unterzubringen und Aufgaben aus dem Alltag so zu reduzieren, dass sie im Unterricht von den Schülern bearbeitet werden können. Diskussionen über das Für und Wider anwendungsbezogener Aufgaben lassen sich auch weit zurück verfolgen.
Am nachhaltigsten wird der Unterricht sicherlich von den Anwendungsmöglichkeiten des Computers beeinflusst werden, auch wenn sich die Euphorie der ersten Jahre gelegt hat. Multimediatafeln und leistungsstarke preiswerte Subnotebooks werden im zukünftigen Unterricht verstärkt eingesetzt werden.
Was die Entwicklung der öffentlichen und privaten Schulen angeht, so sehe ich auch den Trend zu den privaten Schulen hin und dass sich der Bereich der öffentlichen Schulen aufspaltet, in Schulen mit einem sehr hohen Bildungsstandard und Schulen mit einem sehr geringen Anteil an Studierfähigen.

In welche Richtung entwickelt sich Ihrer Meinung nach die Vorstellung eines "guten" Mathematikunterrichts?
Unterricht ist dann gut, wenn er die vorgegebenen Ziele erreicht und diese Ziele gesellschaftlich erstrebenswert sind. Diese Ziele, die Kompetenzen beschreiben, werden in Rahmenplänen vorgegeben. Für den Unterricht stellt sich somit die Frage, auf welchem Weg und mit welchen Mitteln erreicht man den gewüschften Kompetenzzuwachs bei den Schülern? Der Grundsatz, die Selbständigkeit und Eigenverantwortlichkeit der Schüler im Denken wie in Handeln zu fördern, hat sicherlich Priorität.

Wie könnte der Mathematikunterricht noch verbessert werden?
Ich denke, Fortbildungsangebote gibt es in Berlin zur Zeit genug. Aber auch in der Vergangenheit haben sich die Kolleginnen und Kollegen weitergebildet. Dass sich Lehrer mit dem zufrieden geben, was sie in der ersten und zweiten Ausbildungsphase gelernt haben, ist eigentlich undenkbar. Wenn man über Verbesserungen im Mathematikunterricht nachdenkt, muss man natürlich zwischen dem Mathematikunterricht an der Grundschule, in der Sekundarstufe I oder der Sekundarstufe II unterscheiden. Und auch innerhalb der Sekundarstufe II muss man zwischen den einzelnen Bildungsgängen Berufsschule, Fachoberschule, Berufsoberschule und Gymnasium differenzieren. Planung und Durchführung von Mathematikunterricht an Abendschulen und Kollegs müsste man getrennt diskutieren. Aber selbst zwischen den Gymnasien gibt es große Unterschiede in der Zusammensetzung ihrer Schüler, so dass es mir schwer fällt, Verbesserungsvorschläge für den Mathematikunterricht zu machen, die über den Einzelfall hinaus tauglich sind und die nicht schon hinlänglich genug in Fachzeitschriften und Büchern publiziert worden sind. Wo beginnen z.B. die Gemeinsamkeiten zwischen dem Mathematikunterricht der 11. Klasse am Heinrich-Hertz-Gymnasium mit ihren überdurchschnittlich begabten und motivierten Schülern und an einem Oberstufenzentrum, deren Schüler überwiegend die Real- und Gesamtschule besucht haben und wo hören sie auf?
Für mich gehört das Bildungsgefälle innerhalb einer Klasse nach wie vor zu den Hauptproblemen im Mathematikunterricht. Wie vermittelt man zwischen Schülern, die keine algebraischen Grundkenntnisse besitzen und Schülern, die sich mit Fibonacci-Zahlen beschäftigen? Was kann Binnendifferenzierung leisten bei Schülern, denen man die letzten drei Jahre mangelhafte Leistungen im Zeugnis bescheinigt hat? Und nicht zuletzt, welchen zeitlichen Aufwand kann ich für die Vor- und Nachbereitung von Unterricht aufbringen? Ich habe das Gefühl, dass ich immer mehr Zeit für Verwaltungsaufgaben aufbringen muss.
Einen Vorschlag, der vielleicht dazu beitragen könnte den Mathematikunterricht zu verbessern hätte ich aber: Wie wäre es mit der Möglichkeit des Lehreraustauschs? Für ein Jahr geht ein Kollege ins Ausland an eine Schule und ersetzt dort einen Kollegen, der den Unterricht in Berlin übernimmt; oder die kleine Variante, indem man den Austausch zwischen zwei Bundesländern vornimmt. Da aber ein solcher Austausch in der Regel nicht kostenneutral durchgeführt werden kann, ist seine Umsetzung schon deswegen kaum machbar, obwohl man vielleicht gute Anregungen für den Mathematikunterricht bekommen könnte. Die Möglichkeit sich für ein Jahr vom Unterricht freistellen zu lassen, um sich am DFG-Forschungszentrum Matheon fortbilden zu können, ist sicherlich ein kleiner Schritt in diese Richtung - auch wenn das Angebot auf nur drei Lehrer pro Jahr beschränkt ist.

Was wären Ihre Vorschläge für konkrete Reformen?
Vielleicht sollte man sich mit weiteren Reformvorschlägen etwas zurückhalten und stattdessen aus der Vielzahl der möglichen Maßnahmen zur Verbesserung schulischen Lernens diejenigen auswählen, aus denen sich langfristig ein praktikables Konzept entwickeln lässt, welches bezahlbar ist und auch von Vollzeitlehrern über einen längeren Zeitraum umgesetzt werden kann. Die Diskussionen um Pisa, Finnland und Einheitsschulen halte ich für ebenso wenig hilfreich, wie die Bestrebungen Organisationsstrukturen von Unternehmen aus der Wirtschaft auf die Schulen zu übertragen oder Leistungsprüfungen nur noch als Diagnoseinstrument zu verwenden. Auf die Möglichkeit Schüler eine Klasse wiederholen zu lassen bzw. in einen anderen Bildungsgang, mit geringeren kognitiven Anspruch, zu fördern, sollte man nicht verzichten. Um nicht missverstanden zu werden: Es gibt heute Gesamtschulen, deren überdurchschnittliche Leistungsfähigkeit allgemeine Anerkennung findet.

Wie ist die Einführung des Zentralabiturs aus Ihrer Sicht zu bewerten? Verbessert dies die mathematische Ausbildung und die Chancengleichheit oder wäre es nicht sinnvoller individuelle Prüfungen vorzunehmen?
Ich war für die zentralen Prüfungen. Zu bedauern ist, dass die beruflichen Gymnasien ihren beruflichen Schwerpunkt nicht mehr in die schriftliche Abiturprüfung einbringen können. Es ist nachvollziehbar, dass der organisatorische Aufwand, für berufliche Gymnasien eigene Aufgaben zu konzipieren, für Berlin vermutlich zu groß wäre. Wenn mehrere Bundesländer die gleichen Abituraufgaben stellen - z.B. erhalten alle Berliner und Brandenburger Schüer ab 2010 die gleichen Abituraufgaben - oder wenn bundesweit zentrale Prüfungen durchgeführt werden würden, könnte man natürlich die unterschiedlichen Schulprofile berücksichtigen. Eine Qualitätssteigerung oder -minderung des Mathematikunterrichts als Folge des Zentralabiturs würde ich für meinen Unterricht nicht sehen. Eine Rückkehr zum dezentralen Abitur halte ich zum derzeitigen Zeitpunkt noch verfrüht.
Wer aber glaubt, beim Zentralbitur wäre die Chancengleichheit oder ein objektiver Leistungsvergleich garantiert, der möge bedenken, dass es mindestens vier Möglichkeiten gibt, auf das Ergebnis einer schriftlichen Prüfung Einfluss zu nehmen: Es ist nicht mit Sicherheit auszuschließen, dass in der Phase der Aufgabenstellung Informationen nach außen dringen. Ob bei Ausgabe der Prüfungsaufgaben an die Schüler und während der Aufsicht Lösungshinweise gegeben werden, kann nicht mit Sicherheit ausgeschlossen werden. Ob die Aufsicht so wahrgenommen wird, dass während einer Prüfung kein Täuschungsversuch vorgenommen werden kann, ist zu bezweifeln. Auch wenn ein Zweitkorrektor eine Note bestätigt, kann es in Einzelfällen zu größeren Abweichungen in der Bewertung ähnlicher Leistungen kommen.

Was ist Ihre Meinung zu der Problematik der zu wiederholenden Mathematikprüfungen in diesem Jahr?
(Anm. d. Red.: In diesem Jahr mussten die Abschlussprüfungen der Sekundarstufe I in Berlin wiederholt werden, da einem Teil der Schüler die Aufgaben bereits im voraus bekannt waren.)
Die Wiederholung war aus meiner Sicht eine richtige Entscheidung, wenn ich auch zugeben muss, dass ich als nicht direkt Betroffener - ich unterrichte ja nur in der Oberstufe - den Unmut vieler Schüler sowie der Kollegen der Sekundarstufe I verstehen kann.

Was würden Sie sich als Mathematiklehrer für die Zukunft des Mathematikunterrichts wünschen?
1. Eine Erhöhung der Studenzahl für den Mathematikunterricht an der gymnasialen Oberstufe. Die Reduzierung von vier auf drei Wochenstunden in Klasse 11, die damit gerechtfertigt wurde, dass die Stundenzahl in der Sekundarstufe I im Fach Mathematik angehoben worden ist, halte ich gerade für die Schüler der Oberstufenzentren für eine Katastrophe; zumal man bedenken muss, dass es an Oberstufenzentren keine Profilkurse gibt.
2. Die Wiedereinführung des Unterrichts am Samstagvormittag, zumindest alle 14 Tage.
3. Hausaufgabenbetreuung bzw. Förderunterricht für alle Berliner Schüler.
4. Auf- bzw. Ausbau von Sommercamps in denen Schüler Mathematik "spielerisch" kennenlernen können.
5. Klassen mit höchstens 22 Schülern.
6. Dass die Öffentlichkeitsarbeit und Fortbildungsangebote der Berliner Universitäten für das Fach Mathematik über das "Jahr der Mathematik" hinaus aufrechterhalten werden.

Was würden Sie Abiturienten, welche sich für ein Mathematik-Lehramtsstudium interessieren oder ein solches bereits begonnen haben mit auf den Weg geben?
Wer Mathematik studieren möchte sollte ein gewisses Maß an Begabung mitbringen und ein überdurchschnittliches Interesse an mathematischen Fragen. In der Regel studiert kaum ein Schüler Sport, wenn er nur am üblichen Sportunterricht in der Schule teilgenommen hat, die meisten Sportstudenten haben neben dem Schulsport auch noch in einem Sportverein trainiert.
Im Studium sollte man sich die Grundlagen gut aneignen und sich erst dann mit weiterführenden Themen beschäftigen. Zu Beginn des Studiums sollte man sich von Tutoren, Assistenten und Hochschullehrern beraten lassen und einen Studien- und Arbeitsplan aufstellen. Fachliteratur, die in Englisch geschrieben ist sollte man nicht aus dem Weg gehen und wenigstens ein Semester sollte man im Ausland studieren. Außerdem sollte man frühzeitig Kontakte zu Hochschullehrern aufnehmen, um herauszufinden, von wem man eine gute Betreuung erwarten kann.

Wir danken Wolfgang Schall für das Gespräch.