Rezension
![]() |
|
|
Ein mathematisches Genie, das viel zu früh starb und das
quasi erst auf dem Totenbett
die Stelle angeboten bekam, die seinem Leben
eine finanzielle Basis gegeben
und ihm eine große Karriere eröffnet hätte: Das war der
norwegische Mathematiker
Niels Henrik Abel (1802 - 1829).
In der Mathematikgeschichte ist eine
Biographie, aus der man leicht ein Film-Drehbuch machen könnte,
kein Einzelfall (Galois, Ramanujan, ...), im vorliegenden Buch wird
das Leben von Abel liebevoll und sehr ausführlich nachgezeichnet.
Man kann das Buch als erste Einführung in die von Abel entwickelte
Mathematik lesen. (Es gibt in dem Buch aber keine einzige Formel,
wirklich schwierig wird es an keiner Stelle.) Es bietet auch die
Möglichkeit, viel Interessantes aus der europäischen,
insbesondere der norwegischen Geschichte zu Beginn des
neunzehnten Jahrhunderts zu erfahren. Deutschland kommt auch vor, denn
hier verbrachte Abel die für seine mathematische Entwicklung
wichtigsten Jahre.
Für Abel- und Norwegen-Fans ein Muss, für den Durchschnittsleser
vielleicht etwas zu ausführlich.
(Rezension: Ehrhard Behrends)



