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Grundlagen der Kryptoanalyse Die Kryptoanalyse ist eine sehr komplexe und komplizierte Wissenschaft. Deswegen wird auch nur eine Methode erläutert, nämlich die Häufigkeitsanalyse. Seitdem es das Bestreben gibt, Informationen geheim zu halten, gibt es auch jenes, diese aufzudecken. Der Kampf zwischen Kryptographie und Kryptoanalyse dauert schon Jahrhunderte an. Und es ist kein Ende in Sicht. Ein Durchbruch der Kryptographie war sicherlich das One Time Pad, doch wird es wegen schon genannten Problemen nicht genutzt. Das RSA-Verfahren ist zurzeit absolut sicher, jedoch nur solange, bis es Computer gibt, die Primfaktorzerlegung hinreichend schnell erledigen können. Deswegen konzentrieren wir uns auf das Entschlüsseln von traditionell verschlüsselten Botschaften. Häufigkeitsanalyse Die Häufigkeitsanalyse, hier durch das Entschlüsseln eines monoalphabetisch verschlüsselten Textes erläutert, basiert auf der Erkenntnis, dass die Buchstaben des Alphabetes mit einer charakteristischen Häufigkeit auftauchen. Es ist also möglich, die statistische Häufigkeit eines jeden Buchstaben festzulegen. So gibt es z.B. für die deutsche Sprache eine Häufigkeitsauswertung. Es sei gesagt, dass diese Methode praktisch nur in umfangreichen Texten funktioniert. Um einen Text zu entschlüsseln gehen wir wie folgt vor: Wir halten die Häufigkeit des Vorkommens jedes Buchstabens im Geheimtext fest und stellen heraus, ob es signifikante Vorkommnisse gibt. Kommt z.B. ein Buchstabe für ungefähr 17 % des Textes auf, handelt es sich mit ziemlicher Sicherheit im Klartext um den Buchstaben E. Auf diese Weise lassen sich weitere markante Vorkommnisse lösen. Des Weiteren achten wir auf Doppelbuchstaben. Die häufigsten in der deutschen Sprache sind ss, nn, ll, ee und rr. Auch sollte auf Buchstabenketten geachtet werden, die immer wieder vorkommen, da diese sehr wahrscheinlich für sehr häufig genutzte Worte wie die, der, und und so weiter stehen. Nach und nach sollte es, wie bei einem Puzzle, klarer werden. Diese Methode kann auch auf polyalphabetisch verschlüsselte Texte angewendet werden, ist jedoch weitaus komplizierter und zeitaufwändiger. Zuletzt sei noch gesagt, dass jede erfolgreiche Entschlüsselung durch Zufall, Glück und Intuition beeinflusst ist. Quantencomputer Eine weiteres Verfahren, den Text zu entschlüsseln, ist die so genannte Brute-Force-Methode (engl. Rohe Gewalt). Hierbei werden einfach alle möglichen Schlüssel hintereinander ausprobiert. Das dies nur durch Computer zu bewältigen ist, ist offensichtlich. So gab es schon bei der Enigma 200.000.000.000.000.000.000 mögliche Schlüssel. Bei heutigen Verfahren ist die Schlüsselzahl noch astronomisch höher. Selbst alle Supercomputer unserer Zeit zusammen sind beispielsweise nicht in der Lage, alle Schlüsselmöglichkeiten der RSA-Verschlüsselung auch nur hinreichend schnell zu prüfen. Deswegen wird schon seit geraumer Zeit die Entwicklung des Quantencomputers mit Interesse verfolgt. Der Quantencomputer baut auf der Quantenphysik auf, die besagt, das bestimmte Photonen zur gleichen Zeit verschiedene Zustände haben können. So wäre ein Quantencomputer, würde er irgendwann einmal realisiert sein, alle Computer herkömmlicher Architektur in den Schatten stellen. Kryptoanalysten erhoffen sich von dieser Maschine, endlich das zu schaffen, was bis jetzt als praktisch unmöglich gilt: Primfaktorzerlegung, und das mit ausreichender Geschwindigkeit. |
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