[ Spuren der Mathematik - www.mathematik.de ]
Startseite

Übersicht


[ Wichtiges ]

Kryptographie
  -Caesar
  -Vignère
  -Enigma
  -RSA

Kryptoanalyse
  -Häufigkeit


[ Sonstiges ]

  -Glossar (i.e.)
  -Glossar (netsc.)

  -Sonstiges
   |Kontakt    |Quellen

   Chiffriermaschinen

   Die Mechanisierung von Verschlüsselung hat einige Vorteile. Erstens ist
   es bequemer für uns, etwas, was wir zuvor mit viel Anstrengung
   machen mussten, nun mit Hilfe von Maschinen erledigen zu können.
   Zweitens arbeiten Maschinen so gut wie fehlerfrei, was gerade bei der
   Übermittlung von wichtigen Informationen von Vorteil ist. Und drittens
   sind Maschinen schneller als wir. Es gab im Laufe der Zeit viele
   unterschiedliche Ansätze und Durchführungen von Chiffriermaschinen.
   Doch nur eine hat es geschafft, den Menschen noch heute ein Begriff
   zu sein.


   Enigma

   So sicher sie war und so kompliziert sie scheint, so einfach ist ihre
   grundsätzliche Funktionsweise. Wieder einmal dient das Prinzip der
   Vignère-Verschlüsselung als Basis.

   Das Herzstück jeder Enigma ist das Walzenelement, normalerweise
   bestehend aus drei Walzen, oder Rotoren. Jede dieser Walzen gibt
   durch innere Verdrahtung elektrische Impulse weiter. Folglich
   bietet jede Walze Geheimtextalphabete. Die Kombination von drei
   Walzen, die auf ähnliche Weise rotieren wie ein Kilometerzähler,
   verhindert, dass die Verschlüsselung einen zyklischen Charakter hat.
   Denn mit drei Walzen ergibt sich eine Periode von 16900. Das heißt,
   16900 Zeichen können ohne Wiederholung der Walzenstellung
   verschlüsselt werden.

   Des Weiteren sorgt ein Steckfeld, mit dem Buchstabenpaare vor und
   nach der Ver- und Entschlüsselung vertauscht werden können, für noch
   mehr Sicherheit.

   So wurde die Enigma benutzt:
   Die Walzen- und Steckfeldeinstellungen (prinzipiell der Schlüssel)
   wurden einem Codebuch entnommen. Der Klartext wurde dann
   Buchstabe für Buchstabe eingetippt, woraufhin der jeweilige
   Geheimtextbuchstabe auf dem Lampenfeld aufleuchtete.
   Andersherum funktionierte es genauso. Der Geheimtextbuchstabe
   wurde eingetippt und es leuchtete der Klartextbuchstabe auf.