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Caesar-Verschlüsselung Die Caesar-Verschlüsselung, auch Caesar-Verschiebung genannt, ist eine der ältesten und doch bewährtesten Verfahren. Jeder Buchstabe wird durch den Buchstaben ersetzt, der im Alphabet 3 Stellen weiter folgt. Statt 3 kann man natürlich andere Werte benutzen, das Alphabet bis hin zu 25 Stellen versetzen. Es gilt: Klartextbuchstabe + x = Geheimtextbuchstabe wobei x die Werte von 1 bis 25 besitzen kann. Für x = 3 z.B.: A B C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z
C D E F G H I J K L M N O P Q R S T U V W X Y Z A BDas Verschlüsseln und Entschlüsseln ist relativ einfach. Deswegen wüssten wir gerne: Was bedeutet das? MTARVQITCRJKGUQYKGMTARVQCPCNAUGUKPFWTCNVGYDUUGPUEJ CHVGPFKGUKEJWGDGTFKGLCJTJWPFGTVGUGJTXGTCGPFGTVJCDGPF GTMCORHBYKUEJGPFKGUGPDGKFGPIGDKGVGPJCVVGITQUUGPGKPHN WUUCWHFKGYGNVIGUEJKEJVG Haben Sie's raus? Oder möchten Sie einfach so den Klartext sehen? Hier gibt's die Lösung. Vignère-Verschlüsselung Dieses Verfahren basiert grundsätzlich auf dem System der Caesar- Verschiebung. Jedoch wird nicht nur ein verschobenes Alphabet benutzt, sondern 26. Wie diese angeordnet sind, sieht man hier. Wie man dieses so genannte Vignère-Quadrat benutzt, wird an einem Beispiel erläutert. Nehmen wir an, wir wollen die Nachricht Um drei am Hafen verschlüsseln. Wir müssen dem Empfänger einen Schlüssel genannt haben, den dieser nutzen kann, um den dann empfangenen Geheimtext zu entschlüsseln. Wir haben uns im Vorfeld auf das Schlüsselwort Strand geeinigt. Wir tun nun Folgendes: 1. Wir schreiben die Nachricht ohne Freizeichen und Interpunktion auf. 2. Wir schreiben das Schlüsselwort darüber, so oft, wie nötig. 3. Wir nehmen die Zeile des Schlüssels und die Spalte des Klartextbuchstabens, und finden so den Geheimtextbuchstaben heraus, der dann festgehalten wird. Also: S T R A N D S T R A N D S U M D R E I A M H A F E N M F U R R L S F Y A S H F Entschlüsseln Sie Folgendes mit dem Schlüssel GEHEIM : NYYVIEOIRSMZTIVIA Gehen Sie dabei so vor: Nehmen Sie die Zeile des Schlüssels und suchen Sie in dieser Zeile den Geheimtextbuchstaben. Haben Sie ihn gefunden, gehen Sie hoch bis zum ersten Alphabet. Das ist dann der gesuchte Buchstabe. Sie wollen die Lösung sehen? Hier! One Time Pad Vollkommene Sicherheit. Das ist es, was das One Time Pad bietet. Es klingt unglaublich, ist aber wahr. Denn anders als Vignère-Verfahren ist das One Time Pad, solange der Schlüssel geheim ist, absolut entschlüsselungssicher. Warum dem so ist, erfahren wir im Kapitel über Häufigkeitsanalyse. Hier jedoch, wie es funktioniert: Die Besonderheit beim One Time Pad ist der Schlüssel. Dieser ist nämlich anders als bei herkömmlichen Substitutionsverfahren genauso lang wie die Nachricht selbst. Des Weiteren besteht er nicht aus Wörtern oder Ähnlichem, sondern aus zufällig hintereinander "gewürfelten" Buchstaben oder anderen Zeichen. Und: Jeder Schlüssel darf nur einmal verwendet werden, um die vollkommene Sicherheit zu gewährleisten. Es scheint perfekt, um Kommunikation absolut geheim zu halten. Es gibt jedoch ein großes Problem. Denn Zufallsschlüssel mit hinreichender Länge herzustellen ist sehr aufwändig. Da sie nur einmal genutzt werden können, besteht ununterbrochen Bedarf an neuen. Das zweite Problem ist das noch stärkere Argument gegen die Benutzung von One Time Pads: die Schlüsselverteilung. Um regelmäßig Nachrichten auszutauschen, benötigt man Unmengen von Schlüsseln. Diese an die gewünschten Individuen auszuteilen, ist ein Aufwand, der sich schlicht und einfach nicht lohnt. |
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