Die Lochkartentechnik
Der letzte große Vertreter der Konstruktion mechanischer Rechenmaschinen
war Hermann Hollerith (1860-1929).
Er schaffte die Verbindung der Steuermechanik mit elektrisch betriebenen Geräten.
Wurde bei Jacquard die Lochkarte noch rein mechanisch mit Nadeln abgetastet,
schuf Hollerith ein Lesegerät, welches über elektrische Kontakte verfügte.
An den Stellen, an denen ein Loch in der Karte war, wurden Stromkreise
geschlossen, sonst waren sie unterbrochen.
Damit war es nun erstmals möglich, elektrische Bauteile, wie Relais und Motoren
in den Rechenmaschinen einzusetzen.
Ältere Registrierkassen funktionieren noch heute auf diese Weise, nur dass die
Verbindungen durch das Drücken von Tasten geschaffen werden.
Hollerith setzte diese Technik erstmals bei der Volkszählung von 1890 ein.
Statt der auf sieben Jahre veranschlagten Auswertungsdauer der Daten brauchte
er nur ein Jahr und war zudem deutlich billiger.
Das von Hollerith entwickelte Verfahren verhalf den Lochkarten zum
endgültigen Durchbruch.