Die Pascaline

DieRechenmaschine von Blaise Pascal

Ab 1642 entwickelte Blaise Pascal seine "Pascaline", eine mechanische Rechenmaschine, für die Addition und Subtraktion sechsstelliger Zahlen. Pascal konstruierte diese Rechenmaschine, um seinem Vater, der Steuerbeamter war, das tägliche Rechnen zu erleichtern. Seine Überlegungen gingen auf eine Erfindung des Ägypters Heron (20-62 n. Chr.) zurück, der in Alexandria lebte. Heron hatte eine Maschine,das Odometer erfunden. Mit deren Hilfe gemessen werden konnte, wie weit ein Fahrzeug gerollt war. Pascals Rechenmaschine, die Pascaline, verfügte, wie die Schickardsche Maschine, über zehnstufige Zahnräder (Abb. 8). Der Zehnerübertrag wurde durch eine Klaue (c) und Mitnehmerstifte bewerkstelligt. Eine Sperrklinke (d) hielt die Zahlenwalze (f) in der Ablesestellung fest, außerdem verhinderte sie eine Linksdrehung der Walzen. Auf jeder Zahlenwalze waren zwei Reihen mit Ziffern notiert. Die übereinanderstehenden Ziffern ergänzten sich zu 9 (Abb. 8(f)).
Zum Subtrahieren wurde die Abdeckplatte (e) verschoben. Der ganze Mechanismus wurde mit einem Griffel bewegt. Auch die Rechenmaschine Pascals arbeitete mit Zahnrädern und - deshalb leider - niemals genau. Wieder waren es Probleme bei der Herstellung hinreichend genauer Zahnräder, die genau aufeinander passen mussten.
Da die notwendige Genauigkeit der Zahnräder nicht erreicht wurde, verkanteten sie oft und sperrten sich dadurch gegenseitig. Trotzdem wurden viele Variationen der Pascaline gebaut.

Funktionen der Pascaline im Text