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ORIGINALTEXTSTELLE
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MODERNE
ÜBERSETZUNG
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„Addiren
oder Summiren
heißt zusamen thun /
lehret wie man viel und mancherley zahlen
von gülden /
groschen / pfenning und hellern
in eine summa bringen soll. Thu ihm also: Mache für dich linien / die theil
in so viel feld /
als Münz vorhanden / lege die fz. besonder /
gro. allein / dz. und heller auch jeglich allein / hlr. und dz. mach zu gro. was kompt leg zu den
gro. Als dann mach die gro. zu fz. leg es zu den andern gülden / nach art eines jeglichen landes. Auch soltu mercken /
wenn fünff dz. auff einer linien ligen / dass du sie auff hebest / un den fünfften in das nechst spacium
darüber legest. Deßgleichen auch /
wann zween dz in einem spacio ligen / so heb sie auff /
unnd lege einen auff die nechste linien
darüber / wie dann die nechsten zwey Exempel / den groschen für
12. dz. und den fz. für 21. groschen
gerechnet / klärlich lehren werden.“ |
„Addieren oder Summieren
heißt zusammentun und bringt
einem bei, wie man viele und verschiedene Anzahlen von Gulden, Groschen,
Pfennigen und Hellern in eine Summe bringen kann.
Gehe folgendermaßen vor: Mache für
Dich Linien, die Du in so viele Felder
(Spalten) aufteilst, wie Münzarten
vorhanden sind.
Lege die Gulden für sich alleine, ebenso die Groschen,
Pfennige und Heller.
Rechne die Heller und Pfennige in
Groschen um [...] und anschließend die Groschen in Gulden, [...] wie es für
jedes Land üblich ist.
Auch sollst Du Dir merken: Wenn
fünf Pfennige auf einer Linie liegen,
sollst Du sie bündeln und nur das fünfte Pfennigstück in das
darüberliegende Spacium legen.
Genauso verhält es sich, wenn zwei Pfennige in einem Spacium liegen. Bündle sie und lege einen auf die nächste Linie
darüber.
Die folgenden zwei Beispiele werden
Dir den Sachverhalt verdeutlichen, wobei 1
Groschen 12 Pfennigen entspricht und 1 Gulden 21 Groschen.“
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(Übersetzung nach Ries 1574: 4-5)