4 Messproblematik und Realität

 


Bei der Herleitung der Randfunktionen und der Formeln für die Volumina, sind wir davon ausgegangen, dass wir die Größen l, r und a kennen. Natürlich müssen wir diese erst messen und je genauer diese Messergebnisse sind, umso genauer werden die Resultate für die Volumina. Genau an dieser Stelle gibt es einige Probleme:

Zugegeben, diese Messfehler sind sehr gering - das errechnete Volumen ist immer noch genauer als das Ergebnis nach der Wasserverdrängungsmethode -, aber prozentual gesehen sind diese Abweichungen bei einem Volumen von 60-80cm3 schon recht hoch.

 

Weiterhin müssen wir beachten, dass die hergeleiteten Terme für die Randfunktion auf mathematischen Modellen und Überlegungen basieren. Wir sind von den „idealen“ Eiformen ausgegangen und haben dafür verschiedene Modelle entwickelt. Wollen wir das Volumen eines bestimmten Eis berechnen, müssen wir erst abwägen, welches Modell „passender“ ist. Für ein „spitzes“ Ei eignet sich z.B. eine Wurzelfunktion, für ein runderes Ei das Modell mit 3 Kreisbögen und für ein Ei, bei dem die Spitze weniger „ausgeprägt“ ist, das Modell Viertelkreis-Viertelellipse.

Die errechneten Werte stellen nur relativ genaue Näherungswerte dar.