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Neue Weltrekordprimzahl gewinnt Preisgeld!
Große Primzahlen spielen eine wichtige Rolle in der modernen
Kryptographie, beispielsweise für die Verschlüsselung im
Internet beim Onlinebanking. Daher wurde vor fast 10 Jahren von der Electronic Frontier Foundation ein Preisgeld in Höhe von 100.000 US$ für die erste Primzahl
ausgesetzt, welche mindestens 10 Millonen Dezimalstellen besitzt. Am
23. August 2008 wurde von GIMPS
(Great Internet Mersenne Prime Search) durch einen kalifornischen
Computer die 12.978.189-stellige Primzahl 243.112.609-1
entdeckt, welche inzwischen von mehreren unabhängigen
Forscherteams als Primzahl bestätigt werden konnte, und wurde
somit Preisträger. Zahlen der Form 2p-1 nennt man Mersennesche
Zahlen. Die größten bekannten Primzahlen sind allesamt
Mersennesche Zahlen.
Die bisher größte Mersennesche Primzahl hatte 9.808.358 Dezimalstellen und war
im Jahr 2006 gefunden worden. Aber diesmal ging es Schlag auf Schlag:
Bereits am 6. September 2008 wurde auf einem Kölner Computer die
11.185.272-stellige Mersennesche Primzahl 237.156.667-1
gefunden. Leider kam diese Zahl zu spät für das Preisgeld.
Eine Presseerklärung von GIMPS zu diesen Entwicklungen in
englischer Sprache findet man hier.
Nun muss man
also versuchen, sich das Preisgeld in Höhe von 150.000 US$
für die erste Primzahl mit mindestens 100 Millionen Dezimalstellen
zu holen. Aber GIMPS warnt: Ein einziger Test für eine solch
große Zahl benötigt ungefähr 3 Jahre auf einem Core 2
Duo-Rechner.
wk


