Der promovierte Physiker war bis zu seinem Einzug in den 20. Deutschen Bundestag als Lehrer für Physik und Mathematik am Besselgymnasium in Minden tätig. Seit über 20 Jahren gehört Oliver Vogt der CDU als Mitglied an und hat seitdem in vielen Ämtern Verantwortung übernommen. Seit der Bundestagswahl im September 2021 ist er Mitglied des Deutschen Bundestages, seit 2025 auch als direkt gewählter Wahlkreisabgeordneter für den Mühlenkreis Minden-Lübbecke. Ehrenamtlich engagiert er sich für den Sport in seiner Heimatstadt Espelkamp (Leichtathletik und Fußball).
Oliver Vogt im Bundestag. © Deutscher Bundestag
Wie haben Sie seinerzeit als Schüler zu den allgemein als schwierig empfundenen Fächern Mathematik und Physik gefunden?
Ich habe mich schon von frühster Kindheit an mit Naturproblemen und technischen Fragen auseinandergesetzt und Spaß an der Lösung logischer Probleme gefunden.
Wer oder was hat Ihnen damals besonders geholfen? (Elternhaus? Lehrkräfte? Oder auch Mathematik-Wettbewerbe?)
Sicherlich mein Vater, der selbst Elektroingenieur war, sowie auch meine Mathematik- und Physiklehrer.
Was hat sie später dazu bewogen, Physik zu studieren und Lehrer für Mathematik und Physik zu werden?
Das war ganz klar der Impuls meines Vaters.
Wie haben Sie Ihre Schülerinnen und Schüler für das Fach Mathematik begeistert?
Ich habe zunächst erst einmal versucht die allgemeine Angst vor Mathematik abzubauen und gezeigt, dass man mit wenigen elementaren Verfahren eine ganze Menge von Alltagsproblemen mit Mathematik lösen kann. So hat sich für meine Schülerinnen und Schüler auch schnell ein praktischer Nutzen ergeben.
Was hat Ihnen am Lehrberuf am besten gefallen, was spricht für Sie heute noch für den Lehrberuf?
Als Lehrer bleibt man immer am Puls der Zeit, da nicht nur die Schüler von ihren Lehrern, sondern auch die Lehrer von ihren Schülern lernen. Es hat mich auch immer begeistert junge Menschen einen Teil Ihres Lebens zu begleiten und ihnen etwas beizubringen.
sie die Grundlage für logisches Denken legt.
Womit wäre dem Mathematik-Unterricht in der heutigen Zeit (von Social Media und KI) am meisten geholfen?
Ich glaube, es braucht vor allem klare Strukturen und die konsequente Vermittlung von elementaren Grundlagen. Darauf aufbauend kann man sich dann auch komplexeren Fragen zuwenden und damit zeigen, dass Mathematik nicht schwer ist.
Was hat Sie später dazu bewogen, in die CDU einzutreten (1998) und Politiker zu werden?
Ich war schon immer – auch geprägt durch mein Elternhaus – ein politischer Mensch. Nach der Schulzeit wollte ich vor allem selbst mitgestalten und nicht nur wie viele andere ständig meckern. Mit der CDU hatte ich die meisten Schnittmengen, weshalb ich mich für die Partei entschied.
Welche Qualifikationen als ehemaliger Mathematiklehrer und ehrenamtlicher Schiedsrichter im Fußball können Sie heute in der Politik am besten brauchen?
In der Politik braucht es vor allem zwei Dinge: Ein ausgleichendes Element und den Mut zur Entscheidung.
Vielen Dank für das Gespräch.
Das Interview führte Thomas Vogt, Leiter des Medienbüros der DMV.


